Freitag, 19. Januar 2018

*LINSENWEISHEIT*




Winterzeit ist Suppenzeit! Und darum gibt's heute wieder einmal ein wärmendes Süppchen. Und was für Eines! Anfangs der Woche habe ich es bei Chili & Ciabatta entdeckt und sofort nachgekocht. Am ersten Tag schmeckte es mir schon sehr gut, aber am nächsten Tag war der Geschmack umwerfend. Würzig, tomatig, sättigend. Hier mein etwas abgewandeltes Rezept zum Nachkochen:

*LINSEN-TOMATEN-SUPPE*

2 EL Avocadoöl
100 g Zwiebelwürfelchen
1 Knoblauchzehe - durchgedrückt
3 cm Ingwerwürfelchen
1 EL Currypulver mild
Chiliflocken 
140 g rote Linsen
400 g stückige Tomaten - aus der Dose
400 g Cherrytomaten - frisch
500 - 800 ml Wasser - Menge anpassen
250 ml Kokosmilch
Meersalz
1 Limette





Das Öl erhitzen und die Zwiebelchen sanft 3 Minuten dünsten. Knoblauch, Ingwer und das Currypulver dazugeben und ca. 2 Minuten rührbraten. Die Linsen einrühren und eine weitere Minute mitbraten. Die Tomaten zugeben, salzen und mit Wasser auffüllen. Etwas Kokosmilch zurückbehalten und den Rest zur Suppe gießen. Alles zum Kochen bringen, die Hitze reduzieren und  20 - 25 Minuten köcheln lassen. Mit Meersalz und Chiliflocken abschmecken. Zum Servieren etwa Kokosmilch auf die Suppe geben und Limettenviertel dazu reichen.



Bild: Magalie Bucher


Außer, daß diese Suppe extrem fein schmeckt, sind diese kleinen roten Linsen noch sehr gesund. Zum Nachlesen hier etwas Weisheit 

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Und noch eine Erinnerung zum Schluß.....EINGLASEN
Wie das geht?

Suppen, Eintöpfe, Soßen mit und ohne Fleisch einfach kochendheiß in Twist-off-Gläser füllen und sofort verschließen. Nach dem Erkalten im Kühlschrank lagern. Läßt sich problemlos wochenlang aufheben und schmeckt erhitzt wie frisch gekocht! 



Samstag, 13. Januar 2018

*KNÄCKEBRÖD*




Knackig, schwedisch, buttrig - hier ist unser Lieblings-Knäcke seit einiger Zeit! Ob es echt schwedisch ist, weiß ich gar nicht. Das Rezept ist aber aus meinem  schwedischen Koch- und Backbuch - und da ist es für mich automatisch schwedisch ;)






Wer gerne Knuspriges mag, sollte dieses Brot einfach mal backen. Es schmeckt köstlich, ist ratzfatz gemacht und hält sich ziemlich lange - falls es nicht vorher weggefuttert wird!






Ich habe diesmal gleich das doppelte Rezept genommen und die Hälfte in einer schönen Blechdose verschenkt. Hier kommt die Anleitung für ein Blech:

*KNÄCKEBROT A LA EMILIAS MAMA*

75 g Sonnenblumenkerne
70 g Sesamkörner
75 g Leinsamen
120 g Mais- oder Kichererbsenmehl 
1/2 TL Meersalz
50 ml Pflanzenöl
250 ml kochendes Wasser
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1. Den Backofen auf 150 Grad vorheizen. Alle Zutaten außer dem Wasser in einer großen Schüssel mischen. Das kochende Wasser zugießen und zu einem flüssigen Teig verrühren.

2. Ein Blech mit Backpapier auslegen und den flüssigen Teig darauf ausstreichen.

3. Das Knäckebrot auf mittlerer Schiene eine gute Stunde backen.



Karin's Beweisfoto :)


Ich esse es am liebsten  dick mit Butter bestrichen und lasse ein paar Flöckchen Fleur de sel darüberrieseln. Meine Freundin Karin findet, daß ihr alter spanischer Käse perfekt dazu paßt.  

Probiert's aus, was Euch dazu am besten schmeckt und laßt es mich wissen :)



Samstag, 6. Januar 2018

*BEAUTIFUL*



Von meiner Freundin Kerstin, der Erbsenprinzessin,  habe ich diesen wunderschönen, duftigen Kranz zu Weihnachten bekommen. Selbstgemacht. Aus Organza-Tüll- und Baumwoll-Stoffstreifen. Ein federleichtes Schmuckstückchen!

 


Wie für meine Küche gemacht!

Ich mußte ihn Euch einfach zeigen :)


 

Samstag, 30. Dezember 2017

*ZWÖLF x ZWÖLF*

*JANUAR*


Mein Jahresrückblick....

Der Januar war wie ich ihn mag - kalt, mit Schnee, gemütlichen Teestunden und insgesamt recht ruhig. Ich habe euch endlich einmal die wunderschöne Hornschuch-Promenade in Fürth gezeigt und mein lang verschollenes 3-Königs-Bild ist wieder aufgetaucht. 



*FEBRUAR*


Im Februar ging es schon wieder etwas raus. Geburtstage wurden gefeiert, ich wurde ins PALAZZO eingeladen und verbrachte schöne Stunden bei meiner langjährigen Freundin in Altdorf. Zeit zum Kuscheln mit unserer Emma blieb natürlich auch.



*MÄRZ*


Im März plante ich meinen Städtetrip nach Stockholm, entdeckte ein feines vietnamesisches Lokal, backte eine sensationelle Ostertorte und gestaltete mir einen wunderschönen Fliesenspiegel.



*APRIL*


Im April ging es für 5 Tage nach Schweden und ich fütterte  meinen Account mit feinsten Bildern aus Stockholm. Wunderschön war's!




*MAI*


Im Mai konnte man schon wieder öfter in's Freie. Der Trödelmarkt in Nürnberg lockte z.B. und das Fränkische Wildkräuter-Buch, für das ich Kräuter sammelte, kochte, stylte & fotografierte kam auf den Markt!



*JUNI*


Den ganzen Juni verbrachte ich gefühlt in Marrakesch! Wir erfüllten meiner Mam einen lang gehegten Wunsch. Ein unvergeßlicher Familen-Urlaub!



*JULI*


Im Juli versuchte ich - zum Glück vergeblich! - über INSTAGRAM unsere beiden süßen Miezen an den Mann bzw. an die Frau zu bringen, entwickelte neue Hörnchen und war viel unterwegs. 



*AUGUST*


Im August waren wir im Hochzeitsfieber. Es wurde geheiratet! 3 Wochenenden hintereinander. Der Sohnemann hat zu seiner Katharina JA gesagt. Alles sehr aufregend.....



*SEPTEMBER*


Im September mußte ich mich dann von den ganzen Feierlichkeiten etwas erholen und verbrachte entspannte Tage bei meiner Cousine in Dresden



*OKTOBER*


Im Oktober verlagerte sich schon wieder Vieles nach Drinnen. Ich habe meine zwei Schätzchen ROSTY & PHEABIE endlich adoptiert und es wurde wieder mehr gekocht und gebacken.



*NOVEMBER*


Im November! wurden die letzten Tomaten  ins Haus geholt. Mit meiner Freundin Anne besuchte ich endlich wieder einmal das schöne München. Und zu meiner Freude fielen auch schon die ersten Schneeflocken!



*DEZEMBER*


Der Dezember - mit meine liebste Zeit - war natürlich wieder vollgestopft mit gutem Essen, Lesen, geselligem Beisammensein, Backen und gemütlichen Stunden in meiner Küche. 

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Natürlich hat sich in Wirklichkeit noch viel mehr ereignet - einen Teil davon habt Ihr ja als regelmäßige Leser/innen mitbekommen. Insgesamt war das Jahr 2017 für mich teilweise aufregend und stressig, aber insgesamt recht gut!


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Das war mein Jahresrückblick für 2017 mit einem Teil meiner INSTAGRAM-Bilder. Ich hoffe, er hat Euch gefallen und Ihr seid nächstes Jahr wieder mit am Start.



Rutscht gut rein ins neue Jahr!!!





Sonntag, 24. Dezember 2017

*CHERRY X-MAS*



Mit diesem knusprigen Kirschkuchen möchte ich Euch eine fröhliche Weihnachtszeit wünschen!




Macht es Euch gemütlich!




Allein, mit Freunden oder mit Euren Lieben :)

 


Ich freue mich auf jeden Fall auf viele lange Teestunden mit schöner Lektüre. Hier z.B. seht Ihr meine neueste Errungenschaft. NEW YORK CHRISTMAS - Rezepte & Geschichten. Eine gelungene Mischung!




Und wer jetzt Lust auf's Nachbacken bekommen hat.....Einfach einen Teig nach DIESEM Rezept herstellen, in eine beliebige gebutterte & bemehlte Form geben. Mit einer dicken Schicht sauren Marmelade - ich nahm selbstgekochte Sauerkirsch Marmelade - bestreichen und mit den ausgestochenen Sternchen belegen. Etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad backen bis der Teig leicht Farbe angenommen hat.




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*GOD JUL*
*JOYEUX NOEL*
*HYVAA JOULUA*
*FELIZ    NAVIDAD*
*SAWADEE  PEE MAI*
**MERRY CHRISTMAS** 
***SCHÖNI WIENACHT***
****ZALIG KERSTFEEST****
*****BOZE    NARODZENIE*****
*****BUONE FESTE NATALIZIE*****
*NOELINIZ V YENI YILINIZ KUTLU OLSUN*
*POZREVLYAYU S PRAZDNIKOM ROZHDESTVA*
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*FROHE WEIHNACHTEN*

Donnerstag, 21. Dezember 2017

*DECEMBERMOOD

´

*AUSGEHEN*CHILLEN*ARBEITEN*

Mein Dezember :)
 



Drei mal werden wir noch wach.....

 

Samstag, 16. Dezember 2017

*FORTUNE CHINOISE*



*DAS GESCHENK*
Joe Lederer

Einmal habe ich eine Zeitlang in China gelebt. Ich war im Frühling in Shanghai angekommen, und die Hitze war mörderisch. Die Kanäle stanken zum Himmel, und immer war der ranzige, üble Geruch von Sojabohnenöl in der Luft. Ich konnte und konnte mich nicht eingewöhnen. Neben Wolkenkratzern lagen Lehmhütten, vor denen nackte Kinder im Schmutz spielten. Nachts zirpten die Zikaden im Garten und ließen mich nicht einschlafen.

Im Herbst kam der Taifun, und der Regen stand wie eine gläserne Wand vor den Fenstern. Ich hatte Heimweh nach Europa. Da war niemand, mit dem ich befreundet war und der sich darum kümmerte, wie mir zumute war. Ich kam mir ganz verloren vor in diesem Meer von gelben Gesichtern.




Und dann kam Weihnachten. Ich wohnte bei Europäern, die chinesische Diener hatten. Der oberste von ihnen war der Koch, Ta-tse-fu, der große Herr der Küche. Er radebrechte deutsch und war der Dolmetsch zwischen mir und dem Zimmer-Kuli, dem Ofen-Kuli, dem Wäsche-Kuli und was es da eben sonst noch so an Dienerschaft im Haus gab. Am Heiligen Abend, ich saß wieder einmal verheult in meinem Zimmer, überreichte mir Ta-tse-fu ein Geschenk. Es war eine chinesische Kupfermünze mit einem Loch in der Mitte, und durch das Loch waren viele bunte Wollfäden gezogen und dann zu einem Zopf zusammengeflochten. "Eine   sehr alte Münze", sagte der Koch feierlich. "Und die Wollfäden sind von mir und mein Frau und von Zimmer-Kuli und sein Schwester und von Eltern und Brüder von Ofen-Kuli, von uns allen sind die Wollfäden." 




Ich bedankte mich sehr. Es war ein merkwürdiges Geschenk - und noch viel merkwürdiger, als ich zuerst dachte. Denn als ich die Münze mit ihrem bunten Wollzopf einem Bekannten zeigte, der seit Jahrzehnten in China lebte, erklärte er mir, was es damit für eine Bewandtnis hatte:

Jeder Wollfaden war eine Stunde des Glücks. Der Koch war zu seinen Freunden gegangen und hatte sie gefragt: "Willst du von dem Glück, das dir für dein Leben vorausbestimmt ist, eine Stunde des Glücks abtreten?"

Und Ofen-Kuli und Zimmer-Kuli und Wäsche-Kuli und ihre Verwandten hatten für mich, für die fremde Europäerin, einen Wollfaden gegeben, als Zeichen, dass sie mir von ihrem eigenen Glück eine Stunde des Glücks schenkten. Es war ein großes Opfer, das sie brachten. Denn wenn sie auch bereit waren, auf eine Stunde ihres Glücks zu meinem Gunsten zu verzichten - es lag nicht in ihrer Macht zu bestimmen, welche Stunde aus ihrem Leben es sein würde. Das Schicksal würde entscheiden, ob sie Glücksstunden abtraten, in denen ihnen ein reicher Verwandter sein Hab und Gut verschrieben hätte, oder ob es nur eine der vielen Stunden sein würde, die sie glücklich beim Reiswein saßen; ob sie die Glücksstunde wegschenkten, in der das Auto, das sie sonst überfahren hätte, noch rechtzeitig bremste - oder die Stunde, in der das junge Mädchen vermählt worden wäre.




Blindlings und doch mit weit offenen Augen machten sie mir, der Fremden, einen Teil ihres Lebens zum Geschenk.

Nun ja, die Chinesen sind abergläubisch. Aber ich habe nie wieder ein Weihnachtsgeschenk bekommen, das sich mit diesem hätte vergleichen lassen.

Von diesem Tag an habe ich mich in China zu Hause gefühlt. Und die Münze mit dem bunten Wollzopf hat mich jahrelang begleitet.

Ich habe sie nicht mehr.

Eines Tages lernte ich jemanden kennen, der war noch übler dran als ich damals in Shanghai. Und da habe ich einen  Wollfaden genommen, ihn zu den anderen Fäden geknüpft - und habe die Münze weitergeschenkt.




***

Diese berührende Geschichte schlummert schon einige Jahre in meinem Bücherregal. Jedes Jahr habe ich den Zeitpunkt zum Erzählen verpaßt. Heuer kam sie mir zum Glück rechtzeitig in den Sinn :)

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Die entzückenden Bilder stammen alle von der fantasievollen Französin Gaëlle Boissonnard.